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Fitness, Wellness, Ernährung und Gesundheit

Fitness und Wellness

Unter Fitness wird im allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefinden verstanden. Fitness drückt das Vermögen aus, im Alltag leistungsfähig zu sein und Belastungen eher standzuhalten. Das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Übergewicht und Fettleibigkeit können durch regelmäßiges und gezieltes Fitnesstraining verringert werden. Leistungsfähigkeit und Lebensfreude werden gestiegert. Menschen, die sich aktiv mit dem Thema Fitness auseinandersetzen, sind gesünder und leben, statistisch gesehen, länger. Zur Fitness von Körper und Geist gehört nicht nur eine regelmäßige körperliche Betätigung. Sehr wichtig ist auch eine gesunde und nährstoff- und ballaststoffreiche Ernährung und der Verzicht auf Zigaretten. Ungesunde Ergänzungsmittel (Doping, Anabolika) sind mit Fitness so wenig zu vereinbaren wie die Beschränkung auf reines Muskeltraining oder sonstige Einseitige Fitness-Aktivitäten. Fitness im ganzheitlichen Sinne umfasst Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Wellness betont den Aspekt des körperlichen und seelischen Wohlbefindens. Bei Wellness geht es weniger um Training und Leistungsfähigkeit, sondern um Entspannung und Regeneration.

Kalorienbomben und Light-Produkte

Um "Kalorienbomben" zu entschärfen kommen in den letzten Jahren im Rahmen des allgemeinen Trends zu Fitness und Schlankheit immer mehr sogenannte Light-Produkte auf den Markt. Light-Produkte sind nicht unumstritten, einige Wissenschaftler halten sie für die wahren Dickmacher. Durch den normalen Geschmack dieser fett- bzw. zuckerreduzierten Nahrungsmittel wird dem Körper suggeriert, er hätte es mit "normalem" Essen zu tun. Auf die erwartete, aber schließlich nicht folgende Nährstoffzufuhr reagiert der Organismus mit einem vermehrten Hungergefühl. Zucker-Ersatz-Stoffe wie Aspartam (Nutrasweet) und andere Süßstoffe stehen zudem im Verdacht, Krebs zu errgen.


Sport, Muskelaufbau und Fettabbau

Die Fettdepots des Körpers in der Unterhaut hängen nicht mit dem unter dieser Hautstelle liegenden Muskel stoffwechseltechnisch zusammen. Wenn der Körper Fettdepots abbaut, dann greift er allgemein auf diese zu. Angelegenheiten des zentralen Stoffwechsels laufen über zentrale Stoffwechselorgane wie die Leber und haben nichts mit bestimmten Hautpartien zu tun. Muskeln wachsen nicht während des Trainings, sie wachsen während der Regenerationsphasen. Der Körper hat die Kraft, die er für den Aufbau braucht, nicht, wenn die Kraft durch Training beansprucht wird, oder durch Rauchen und Schlafentzug unnötig eingeschränkt ist. Das Training setzt den unentbehrlichen Wachstumsreiz, das Wachstum selber passiert außerhalb des Trainings. Es wird als Faustregel mindestens ein Tag Pause zwischen den Trainingseinheiten (für eine bestimmte Muskelgruppe) empfohlen.

Fette, Kohlenhydrate und Low-Carb-Ernährung

Angenommene Funktionsweise einer Kohlenhydratminimierung (Low-Carb oder Atkins-Diät): Wenn man Kohlenhydrate aus Brot, Kartoffeln, Reis, Traubenzucker, Haushaltszucker, Nudeln, Backwaren oder auch Milchzucker zu sich nimmt, steigt der Blutzucker-Spiegel schnell und stark an. Als Reaktion darauf schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus, um den Blutzucker-Spiegel wieder zu senken. Dies erreicht das Insulin u. a. durch die Anlagerung von Körperfett. Schon Wolfgang Lutz, ein österreichischer Arzt und Wissenschaftler, schrieb zu Beginn der 50er-Jahre sein damals wenig beachtetes Fachbuch "Leben ohne Brot". Lange wurde nach der Größe des Kohlenhydrat-Moleküls sortiert: Man unterschied die Monosaccharide (Einfachzucker) und die Polysaccharide (Mehrfachzucker). Mittlerweile bewertet man Kohlenhydrate aber nach dem Glykämischen Index, um zu erfahren wie schnell ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel erhöht (siehe GI-Liste). Die Montignac-Methode richtet sich streng nach dem GI. Bei der Glyx-Diät wird neben dem GI auch der GL, sowie weitere positive Eigenschaften (Vitamine, Eiweißgehalt usw.) bei der Auswahl der empfohlenen Lebensmittel betrachtet. Die LOGI-Methode nach Nicolai Worm nutzt vor allem den GL. Ansonsten orientiert sie sich an einer Ernährungspyramide und einer ausgewogenen Auswahl an Fetten und Eiweißen.

Natural Bodybuilding und Fitness-Training

Beim Natural Bodybuildung werden ohne künstliche Zusätze auf natürliche Weise Muskeln aufgebaut und Fitness und Wohlbefinden (Wellness) gefördert. Die Selbstregulation des Stoffwechsels verhindert die übermäßige Hypertrophie der Muskeln. Die klassische Vegetarische Ernährung steht dem Training nicht im Wege. So enthält beispielsweise Müsli durch die Kombination von Milch und Hafer alle essentiellen Aminosäuren in idealer Zusammensetzung, so dass der Körper bei der Proteinsynthese fast perfekte Bedingungen vorfindet. Im Hafer ist das wichtige Mineral Zink, in den Früchten Vitamin C, und in der Milch Calcium und Magnesium enthalten.


Fitnesstraining ist ein äußerst weit fassbarer Begriff. Prinzipiell ist jede gesunde sportliche Aktivität eine Form von Fitnesstraining, z.B. Training im Sportverein oder selbt das Vermeiden von Rolltreppen und Aufzügen zugunsten von Treppen, also auch Bewegung im Alltag. Gezieltes Fitnesstraining beinhaltet meist Ausdauertraining, Krafttraining und Koordinationstraining. Das Ausdauertraining trägt wesentlich zur Entwicklung und Aufrechterhaltung eines guten Gesundheitszustandes bei. Insbesondere sind hier positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System zu nennen, was sich in einer deutlichen Reduktion des Herzinfarkt-Risikos ausdrückt. Weitere positive Aspekte sind ein wesentlicher Beitrag zur Fettverbrennung, insbesondere bei angestrebter Gewichtsreduktion, eine Stärkung des Immunsystems und häufig eine Verbesserung des Blutbildes. In folgenden Sportarten ist das Ausdauer-Training besonders wichtig und von der Trainingslehre umfangreich analysiert und definiert worden: Radsport, Triathlon, Langstreckenlauf, Marathon, Leichtathletik, Skilanglauf, Rudern, Eisschnellauf, Skaten.